Die Baumhummel (Bombus hypnorum) ist eine Hummelart, die sich durch ihre Vorliebe für hochgelegene Nistplätze auszeichnet. Anders als die meisten Hummeln, die im Boden nisten, bezieht sie gern Vogelnistkästen, Baumhöhlen und Hohlräume an Gebäuden – oft in mehreren Metern Höhe.
Merkmale
- Färbung – charakteristisch dreifarbig: braun-rostroter Vorderkörper, schwarzer Hinterleib, weißes Hinterleibsende
- Größe – Königinnen bis 20 mm, Arbeiterinnen 9–16 mm
- Kurzer Rüssel
Lebensweise
Die Baumhummel ist eine relativ junge Erfolgsgeschichte: Sie hat sich in den letzten Jahrzehnten stark ausgebreitet und ist heute eine der häufigsten Gartenhummeln. Ihre Anpassung an menschennahe Nistplätze – besonders Vogelnistkästen – hat ihr dabei geholfen.
Ihre Völker sind individuenreich (bis 400 Tiere) und bekannt für ein relativ verteidigungsbereites Verhalten in unmittelbarer Nestnähe. Männchen führen vor dem Nest oft einen auffälligen Schwebflug auf. Stiche sind aber auch hier selten und nur bei direkter Bedrohung zu erwarten.
Baumhummel im Garten
Wer einen Vogelnistkasten aufhängt, bekommt nicht selten eine Baumhummel-Familie als „Untermieter“. Das ist unproblematisch: Das Hummelvolk löst sich bis zum Spätsommer von selbst auf, danach kann der Kasten gereinigt und wieder für Vögel hergerichtet werden. Bis dahin sollte man den Bereich nur in Ruhe lassen – die Hummeln sind wertvolle Bestäuber.