Die Wiesenhummel (Bombus pratorum) ist eine kleine, früh im Jahr erscheinende Hummelart. Sie gehört zu den ersten Hummeln, die im Frühjahr fliegen, und ist in Gärten, an Waldrändern und auf Wiesen häufig.
Merkmale
- Färbung – schwarz mit gelber Vorderbinde und meist einer gelben Binde am Hinterleib sowie einem orangeroten Hinterleibsende
- Größe – besonders klein; Königinnen nur bis 17 mm, Arbeiterinnen oft unter 12 mm
- Kurzer Rüssel
Lebensweise
Die Wiesenhummel hat einen besonders frühen und kurzen Jahreszyklus. Ihre Königinnen erscheinen schon im März, und ihre Völker sind oft bereits im Hochsommer wieder aufgelöst, wenn andere Hummelarten noch in vollem Gange sind. Dadurch nutzt sie früh blühende Trachten und weicht der Konkurrenz aus.
Sie nistet flexibel – oberirdisch in Grasbüscheln, in alten Vogelnestern, Nistkästen oder Mauerlöchern. Die Völker bleiben klein (50 bis 120 Tiere).
Bedeutung
Als früh fliegende Art ist die Wiesenhummel eine wichtige Bestäuberin von Frühjahrsblühern und Obstgehölzen. Ihr früher Zyklus macht sie zu einer wertvollen Ergänzung im Reigen der heimischen Bestäuber.