Die Ackerhummel (Bombus pascuorum) ist eine der häufigsten Hummelarten in Mitteleuropa und in fast jedem Garten anzutreffen. Sie ist an ihrer überwiegend bräunlich-rostroten Behaarung erkennbar und gehört zu den anpassungsfähigsten Hummeln.
Merkmale
- Färbung – überwiegend braun bis rostrot behaart, ohne scharfe Binden; der Hinterleib oft etwas heller und dunkel durchsetzt
- Größe – Königinnen bis 18 mm, Arbeiterinnen 9–15 mm; insgesamt eher zierlich
- Mittellanger bis langer Rüssel – kann auch tiefere Blüten wie Taubnesseln, Klee und Wicken nutzen
Lebensweise
Die Ackerhummel ist sehr flexibel beim Nestbau. Sie nistet meist oberirdisch oder dicht über dem Boden – in Grasbüscheln, unter Moos, in Hecken, alten Vogelnestern oder Komposthaufen. Die Völker sind mit 60 bis 150 Tieren mittelgroß.
Sie hat eine besonders lange Aktivitätsperiode – von März bis in den Oktober – und zieht oft mehrere Generationen pro Jahr auf. Dadurch ist sie über fast die gesamte Vegetationsperiode als Bestäuber aktiv.
Bedeutung
Durch ihre Häufigkeit, ihren langen Rüssel und ihre lange Flugzeit ist die Ackerhummel eine der wichtigsten Wildbestäuber in Gärten und der Agrarlandschaft. Sie ist anspruchslos und profitiert von blütenreichen Gärten mit Lippenblütlern, Schmetterlingsblütlern und Wildstauden.