Die Gartenhummel (Bombus hortorum) ist eine in Mitteleuropa verbreitete Hummelart, die sich vor allem durch ihren außergewöhnlich langen Rüssel auszeichnet. Damit ist sie auf die Bestäubung tiefkroniger Blüten spezialisiert, die anderen Hummeln verschlossen bleiben.
Merkmale
- Färbung – schwarz mit drei gelben Binden (eine zusätzliche im Vergleich zur Erdhummel) und weißem Hinterleibsende; im Feld leicht mit der Erdhummel zu verwechseln
- Größe – Königinnen bis 22 mm
- Sehr langer Rüssel – bis 2 cm, der längste unter den häufigen mitteleuropäischen Hummeln
Lebensweise und Bedeutung
Die Gartenhummel nistet bodennah oder unterirdisch, oft in verlassenen Mäusenestern. Ihre Völker bleiben mit 50 bis 120 Tieren eher klein.
Ihr langer Rüssel macht sie zur Spezialistin für tiefe Blütenkronen wie Rittersporn, Fingerhut, Taubnessel, Wicken und Rotklee. Pflanzen mit solchen Blüten sind auf langrüsselige Bestäuber wie die Gartenhummel angewiesen – ein schönes Beispiel für die enge Wechselwirkung zwischen Blütenform und Bestäuber.