Die Steinhummel (Bombus lapidarius) ist eine in Mitteleuropa weit verbreitete und leicht erkennbare Hummelart. Mit ihrem tiefschwarzen Körper und dem leuchtend orangerot gefärbten Hinterleibsende gehört sie zu den auffälligsten heimischen Hummeln.
Merkmale
- Färbung – komplett samtschwarzer Körper mit rot-orangem Hinterleibsende; Männchen haben zusätzlich eine gelbe Gesichts- und Halsbehaarung
- Größe – Königinnen bis 22 mm, Arbeiterinnen 11–16 mm
- Kurzer Rüssel – bevorzugt offene, gut zugängliche Blüten wie Klee, Disteln und Korbblütler
Lebensweise
Die Steinhummel nistet bevorzugt an trockenen, warmen Stellen – unter Steinen, in Mauerspalten, an Böschungen oder unter Gartenhäusern, manchmal auch oberirdisch unter Grasbüscheln. Ihre Völker erreichen 100 bis 300 Tiere.
Sie ist wärmeliebend und in offenen, sonnigen Landschaften, an Wegrändern, in Gärten und auf Magerrasen häufig. Die Königinnen erscheinen etwas später im Jahr als die der Erdhummel, meist ab April.
Bedeutung als Bestäuber
Wie alle Hummeln ist die Steinhummel eine fleißige und wetterunabhängige Bestäuberin. Sie besucht ein breites Spektrum an Wild- und Kulturpflanzen und ist in Gärten und der Agrarlandschaft ein wichtiger Bestäuber, besonders von Klee und Obst.