Scherenbiene

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Die Scherenbienen (Chelostoma) sind kleine, schlanke solitäre Wildbienen aus der Familie der Bauchsammlerbienen. Sie gehören zu den Nisthilfen-Bewohnern und sind oft auf bestimmte Blütenpflanzen spezialisiert.

Merkmale

  • Klein und schlank (5–10 mm), langgestreckter schwarzer Körper
  • Bauchbürste zum Pollensammeln (Bauchsammlerin)
  • Wirken durch ihren schmalen Körper fast ameisen- oder wespenartig

Spezialisten der Blütenwahl

Viele Scherenbienen sind oligolektisch – auf wenige Pflanzengattungen spezialisiert. Zwei häufige Arten zeigen das gut:

  • Glockenblumen-Scherenbiene (Chelostoma rapunculi) – sammelt fast ausschließlich an Glockenblumen; die Männchen übernachten oft in geschlossenen Glockenblüten
  • Hahnenfuß-Scherenbiene (Chelostoma florisomne) – spezialisiert auf Hahnenfuß (Butterblumen)

Lebensweise

Scherenbienen sind Hohlraumnister und nehmen Nisthilfen mit dünnen Bohrlöchern und Stängeln gerne an. Sie trennen ihre Brutzellen mit Lehm und verschließen das Nest mit einem Pfropf aus Lehm und kleinen Steinchen. Wer Glockenblumen im Garten hat und eine Nisthilfe anbietet, kann die Glockenblumen-Scherenbiene oft beobachten.

Siehe auch