Mauerbiene

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Die Mauerbienen (Osmia) sind eine Gattung der solitären Wildbienen und gehören zu den bekanntesten und beliebtesten heimischen Wildbienen. Sie nehmen Nisthilfen besonders gern an und sind daher ideale „Einsteiger-Wildbienen“ für den naturnahen Garten. Ihren Namen verdanken sie der Gewohnheit mancher Arten, ihre Brutzellen mit einer Wand aus Lehm oder „Mörtel“ zu trennen.

Die Gehörnte und die Rote Mauerbiene

Zwei Arten sind im Garten besonders häufig:

  • Gehörnte Mauerbiene (Osmia cornuta) – schwarzer Vorderkörper, rostrot behaarter Hinterleib; die Weibchen tragen kleine „Hörnchen“ am Kopf. Fliegt sehr früh, oft schon ab Februar/März
  • Rote Mauerbiene (Osmia bicornis, früher Osmia rufa) – durchgehend rostbraun behaart; die häufigste Nisthilfenbewohnerin überhaupt, fliegt ab März/April

Beide sind ungefährlich, sehr friedfertig und stechen praktisch nie – ideal auch für Familien mit Kindern.

Lebensweise

Mauerbienen sind Hohlraumnister. Sie nutzen hohle Stängel, Käferfraßgänge, Mauerlöcher und eben Nisthilfen. In die Röhre bauen sie hintereinander mehrere Brutzellen, jede mit einem Pollen-Nektar-Vorrat und einem Ei, getrennt durch Lehmwände. Den Eingang verschließen sie mit einem festen Lehmpfropf.

Eine biologische Besonderheit: Mauerbienen legen die weiblichen Eier hinten (geschützt) und die männlichen vorn in die Röhre. Die Männchen schlüpfen im Frühjahr zuerst und warten bereits vor der Nisthilfe auf die später schlüpfenden Weibchen.

Bedeutung als Bestäuber

Mauerbienen sind hervorragende Bestäuber – besonders von Obstbäumen. Eine einzelne Mauerbiene bestäubt schätzungsweise so viele Blüten wie viele hundert Honigbienen, weil sie den Pollen in einer Bauchbürste (Bauchsammlerin) lose transportiert und dabei viel davon verliert – zum Nutzen der Pflanzen. Im erwerbsmäßigen Obstbau werden Mauerbienen gezielt als Bestäuber eingesetzt.

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