Die Maskenbienen (Hylaeus) sind eine Gattung kleiner, fast unbehaarter Wildbienen, die durch ihre schwarz-gelben oder schwarz-weißen Gesichtszeichnungen auffallen – die namensgebende „Maske“. Sie gehören zu den ursprünglicheren Bienen und unterscheiden sich in mehreren Punkten deutlich von den übrigen heimischen Wildbienen.
Merkmale
- Klein (4–8 mm) und fast unbehaart – dadurch eher wespen- oder ameisenähnlich wirkend
- Schwarzer, glänzender Körper mit hellen (gelben oder weißen) Gesichts- und Beinzeichnungen
- Keine Sammelbehaarung – ein Alleinstellungsmerkmal (siehe unten)
Pollentransport im Kropf
Die große Besonderheit der Maskenbienen: Sie haben keine Sammelbürsten oder -höschen wie andere Bienen. Stattdessen verschlucken sie Pollen und Nektar und transportieren beides im Kropf (Honigmagen) zum Nest, wo sie es wieder hervorwürgen. Dadurch wirken sie äußerlich gar nicht wie typische Bienen.
Lebensweise
Maskenbienen sind solitäre Hohlraumnister. Sie nutzen markhaltige oder hohle Pflanzenstängel, Käferfraßgänge, alte Gallen und auch Nisthilfen – bevorzugen dort aber die ganz dünnen Röhrchen (2–4 mm). Ihre Brutzellen kleiden sie mit einem selbst produzierten, zellophanartigen Sekret aus, das wasserabweisend ist.
Sie nehmen feine Bohrlöcher und dünne Schilfhalme in Nisthilfen an und sind so – bei genauem Hinsehen – auch im Insektenhotel zu beobachten.