Furchenbiene

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Die Furchenbienen (Halictus und Lasioglossum) sind eine sehr artenreiche Gruppe meist kleiner Wildbienen. Ihren Namen verdanken die Weibchen einer feinen, längs verlaufenden Furche am Hinterleibsende, die mit einer Haarreihe besetzt ist – ein wichtiges Bestimmungsmerkmal. Furchenbienen sind unter den Wildbienen biologisch besonders interessant, weil manche Arten an der Schwelle zwischen solitärer und staatenbildender Lebensweise stehen.

Merkmale

  • Meist klein (4–15 mm), oft unscheinbar dunkel oder mit hellen Hinterleibsbinden
  • Manche Arten metallisch glänzend grün oder bronzefarben
  • Endfurche am Hinterleib der Weibchen

Lebensweise zwischen solitär und sozial

Furchenbienen sind Bodennister. Besonders bemerkenswert ist, dass viele Arten eine primitiv soziale Lebensweise zeigen: Ein Weibchen gründet im Frühjahr allein ein Nest, und die erste Generation von Töchtern bleibt als Helferinnen im Nest, statt selbst zu nisten. So entstehen kleine, hummelähnliche „Mini-Staaten“. Andere Arten leben rein solitär. Diese Bandbreite macht die Furchenbienen zu einem wichtigen Studienobjekt für die Evolution des Soziallebens bei Insekten.

Eine Besonderheit: Bei manchen Furchenbienen überwintern die begatteten Weibchen und sind im Folgejahr aktiv – ähnlich wie bei Hummeln.

Bedeutung

Furchenbienen sind häufige und wichtige Bestäuber eines breiten Pflanzenspektrums. Wegen ihrer Bodennistweise profitieren sie – wie die Sandbienen – von offenen, sonnigen Bodenstellen. Ihre Brutparasiten sind die Blutbienen (Sphecodes).

Siehe auch