Kategorie: Imkerei

Grundlagen, Werkzeuge und Praxis der Bienenhaltung – Cluster „Imkern lernen“.

  • Honigschleuder

    Die Honigschleuder ist ein Gerät, das den Honig mithilfe der Fliehkraft aus den Waben löst, ohne die Waben zu zerstören.

    Vor dem Schleudern werden die Wachsdeckel der reifen Waben entfernt („entdeckelt“). Anschließend dreht die Schleuder die Rähmchen, und der Honig spritzt an die Trommelwand und läuft nach unten ab.

    Man unterscheidet Tangential- und Radialschleudern sowie Hand- und Motorbetrieb. Für wenige Völker reicht eine kleine Handschleuder völlig aus.

    Weil die Waben heil bleiben, können die Bienen sie nach dem Schleudern wieder befüllen – das spart ihnen das aufwändige Neubauen mit Bienenwachs.

    🐝 Empfohlene Ausrüstung: Honigschleuder

    Zur ersten Ernte: handliche Schleudern für kleine Imkereien bis hin zu Motormodellen findest du im Shop.

    Hinweis: Empfehlung mit Verkaufsabsicht. Mit dem Kauf über diesen Link unterstützt du bienen.wiki.

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  • Schwarmtrieb

    Der Schwarmtrieb ist der natürliche Vermehrungstrieb eines Bienenvolkes: Ein Teil des Volkes zieht mit der alten Königin aus, um an anderer Stelle ein neues Volk zu gründen.

    Der Schwarmtrieb setzt vor allem im späten Frühjahr und Frühsommer ein, wenn das Volk stark gewachsen ist. Die Bienen ziehen neue Königinnen heran; kurz bevor die erste schlüpft, zieht die alte Königin mit etwa der Hälfte der Bienen als Schwarm aus.

    Für den Imker bedeutet ein abgehender Schwarm Ernteverlust und unter Umständen Ärger in der Nachbarschaft. Deshalb kontrolliert man in der Schwarmzeit regelmäßig den Brutraum auf sogenannte Weiselzellen.

    Steuern lässt sich der Trieb unter anderem durch das Bilden eines Ablegers – dabei nimmt man dem Volk gezielt Bienen und Brut, um den Überdruck zu nehmen.

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  • Honigraum

    Der Honigraum ist der obere Teil der Beute, in dem die Bienen ihren Überschuss-Honig einlagern – also der Bereich, den der Imker erntet.

    Während der untere Brutraum der Brut vorbehalten ist, dient der Honigraum als Vorratslager. Ein Absperrgitter zwischen beiden sorgt dafür, dass die Königin oben keine Eier legt.

    Tracht für Tracht füllen die Bienen die Waben mit eingedicktem Nektar und verdeckeln sie mit Wachs, sobald der Honig reif ist. Erst dann darf geerntet werden.

    Zur Ernte entnimmt der Imker die vollen Waben und schleudert sie in der Honigschleuder aus.

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  • Brutraum

    Der Brutraum ist der Bereich der Beute, in dem die Königin Eier legt und das Volk seine Brut aufzieht.

    Im Brutraum befindet sich das „Herz“ des Volkes: Hier sitzt die Königin, hier entwickeln sich Eier über Larven zu fertigen Bienen, und hier lagern Pollen und Futter für den Nachwuchs.

    Vom darüberliegenden Honigraum wird der Brutraum häufig durch ein Absperrgitter getrennt. Dessen Spaltbreite lässt die schlanken Arbeiterinnen durch, hält aber die größere Königin unten – so bleibt der Honig brutfrei.

    Die regelmäßige Durchsicht des Brutraums verrät dem Imker viel über den Zustand des Volkes: ob die Königin legt, ob das Volk gesund ist und ob sich der Schwarmtrieb ankündigt.

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  • Imkeranzug

    Der Imkeranzug ist Schutzkleidung, die vor Bienenstichen schützt – meist ein heller Overall mit angesetztem Schleier oder Hut.

    Helle Farben und glatte Stoffe wirken auf Bienen weniger bedrohlich als dunkle, raue Materialien. Der Schleier schützt vor allem Gesicht und Hals, wo Stiche besonders unangenehm sind.

    Für den Einstieg genügt oft schon eine Kombination aus Hut mit Schleier und Imkerjacke. Wer sich sicherer fühlt, arbeitet ruhiger – und ruhige Bewegungen halten wiederum die Bienen gelassen.

    Ergänzt wird der Anzug durch dünne Handschuhe. Viele erfahrene Imker arbeiten später ohne Handschuhe, weil das Feingefühl an den Rähmchen größer ist.

    🐝 Empfohlene Ausrüstung: Imkeranzug & Schleier

    Sicher arbeiten von Anfang an: Anzüge, Jacken und Schleier in verschiedenen Größen gibt es im Shop.

    Hinweis: Empfehlung mit Verkaufsabsicht. Mit dem Kauf über diesen Link unterstützt du bienen.wiki.

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  • Smoker

    Der Smoker ist ein Gerät, das kühlen Rauch erzeugt, um Bienen während der Stockarbeit zu beruhigen.

    Der Rauch täuscht den Bienen einen Waldbrand vor. Sie füllen daraufhin instinktiv ihre Honigmägen – satte, vollgesogene Bienen stechen seltener und werden ruhiger.

    Als Brennmaterial eignen sich naturbelassene Stoffe wie Buchenholz-Späne, Heu, Jute oder getrocknete Kräuter. Wichtig ist kühler Rauch – heißer Rauch oder Flammen schaden den Bienen.

    Ein paar Züge vor dem Öffnen der Beute und gelegentlich während der Arbeit genügen. Wer mit Smoker und Imkeranzug arbeitet, kann auch als Anfänger ruhig am Volk hantieren.

    🐝 Empfohlene Ausrüstung: Smoker

    Ein gut ziehender Smoker mit Hitzeschutzgitter macht die Stockarbeit entspannt. Robuste Modelle findest du im Shop.

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  • Mittelwand

    Eine Mittelwand ist eine dünne Platte aus Bienenwachs mit vorgeprägtem Sechseckmuster, die als Bauvorlage in die Rähmchen eingesetzt wird.

    Die vorgeprägten Zellböden geben den Bienen die Richtung vor: Sie bauen die Waben gerade und in einer Ebene aus, statt wild zu bauen. Das erleichtert später das Schleudern enorm.

    Mittelwände bestehen idealerweise aus reinem Bienenwachs. Viele Imker lassen ihr eigenes Wachs zu Mittelwänden umarbeiten, um den Wachskreislauf geschlossen und rückstandsarm zu halten.

    Eingesetzt wird die Mittelwand in die Rähmchen, meist mit einem Draht verlötet, damit die fertige Wabe beim Schleudern stabil bleibt.

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  • Beute

    Als Beute bezeichnet man in der Imkerei die künstliche Behausung eines Bienenvolkes – also den Bienenstock im engeren Sinne.

    Die heute gängigste Bauform ist die Magazinbeute: mehrere stapelbare Zargen (Kisten) ohne festen Boden zwischen den Etagen. So lässt sich das Volk flexibel erweitern, indem man weitere Zargen aufsetzt.

    In den Zargen hängen die Rähmchen, in denen die Bienen ihre Waben bauen. Üblicherweise trennt man die Beute in einen unteren Brutraum und einen oberen Honigraum.

    Beuten gibt es in verschiedenen Maßen (z. B. Zander, Deutsch Normalmaß, Dadant). Wichtig für Einsteiger: Lege dich auf ein Maß fest, damit Rähmchen und Zargen untereinander passen.

    🐝 Empfohlene Ausrüstung: Beuten & Zargen

    Eine solide Magazinbeute ist die Basis. Im Shop findest du komplette Beuten in einheitlichem Maß – ideal für den Start.

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  • Rähmchen

    Rähmchen sind die rechteckigen Holzrahmen, die in der Beute hängen und den Bienen als Gerüst für ihre Waben dienen.

    In jedes Rähmchen wird ein Draht gespannt und eine Mittelwand eingelötet. Auf dieser Vorprägung bauen die Bienen ihre sechseckigen Zellen besonders gleichmäßig aus.

    Weil die Rähmchen beweglich sind, kann der Imker einzelne Waben herausnehmen, kontrollieren und wieder einhängen, ohne das Volk zu zerstören. Das ist der entscheidende Unterschied zur früheren Korbimkerei.

    Die Größe des Rähmchens richtet sich nach dem gewählten Beutenmaß – deshalb sollten alle Rähmchen eines Betriebs im selben Maß sein.

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