Kategorie: Honig & Wachs

Honig, Wachs, Propolis und weitere Bienenprodukte.

  • Gelée Royale

    Gelée Royale (Weißelfuttersaft) ist ein nährstoffreicher Saft, den Ammenbienen erzeugen und mit dem ausschließlich Königinnenlarven gefüttert werden.

    Alle Bienenlarven erhalten in den ersten Tagen Gelée Royale. Nur die künftige Königin wird jedoch durchgehend damit ernährt – diese Diät macht aus einer normalen Larve eine fortpflanzungsfähige Königin.

    Der Saft entsteht in den Futtersaftdrüsen junger Arbeiterinnen und ist reich an Eiweiß, Zuckern und Vitaminen.

    Die Gewinnung für den Menschen ist aufwändig, weshalb Gelée Royale hochpreisig ist. In der Imkerei ist vor allem sein biologischer Effekt faszinierend – derselbe Erbgut-Bauplan, völlig verschiedene Tiere, allein durch die Ernährung.

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  • Met

    Met ist ein alkoholisches Getränk aus vergorenem Honig und Wasser – oft als „Honigwein“ bezeichnet und eines der ältesten Getränke der Menschheit.

    Zur Herstellung wird Honig in Wasser gelöst und mit Hefe vergoren. Der im Honig enthaltene Zucker wird dabei zu Alkohol umgewandelt. Je nach Rezept entsteht ein eher süßer oder trockener Met.

    Geschmack und Charakter hängen stark vom verwendeten Honig ab – ein kräftiger Waldhonig ergibt einen anderen Met als ein milder Sortenhonig aus Akazie.

    Für Imker ist Met eine schöne Möglichkeit, auch nicht verkaufsfähigen oder kristallisierten Honig sinnvoll zu nutzen. Varianten mit Gewürzen oder Fruchtsaft sind weit verbreitet.

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  • Sortenhonig

    Ein Sortenhonig ist ein Honig, der überwiegend aus dem Nektar einer einzigen Pflanzenart stammt und deren typischen Geschmack trägt.

    Bekannte Beispiele sind Raps-, Linden-, Akazien- und Waldhonig. Damit ein Honig als Sortenhonig gelten darf, muss der Anteil der namensgebenden Tracht deutlich überwiegen – nachweisbar über Pollenanalyse, Geschmack und weitere Merkmale.

    Sortenhonige entstehen, indem der Imker die Honigräume gezielt zu Beginn und Ende einer Tracht setzt und erntet, solange die jeweilige Pflanze blüht.

    Die Konsistenz verrät viel: Rapshonig kristallisiert schnell und fein, Akazienhonig bleibt lange flüssig. Geerntet wird, sobald der Nektar zu reifem Honig eingedickt ist – mit der Honigschleuder.

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  • Propolis

    Propolis (Kittharz) ist eine harzartige Masse, mit der Bienen Ritzen abdichten und ihren Stock keimarm halten.

    Die Bienen sammeln Harz von Knospen und Bäumen und vermischen es mit Wachs und Speichel. Mit dem Ergebnis verkitten sie Spalten, glätten Oberflächen und überziehen Fremdkörper, die zu groß zum Heraustragen sind.

    Propolis wirkt antibakteriell und antimykotisch – im dicht besiedelten Stock ein natürlicher Schutz vor Krankheitserregern. Diese Eigenschaften machen es auch für den Menschen interessant.

    Imker gewinnen Propolis mit speziellen Gittern. In der Naturheilkunde wird es als Tinktur, Salbe oder Lutschpastille verwendet – wobei Allergien gegen Bienenprodukte zu beachten sind.

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  • Bienenwachs

    Bienenwachs ist ein natürlicher Stoff, den junge Arbeiterinnen aus Drüsen an ihrem Hinterleib ausschwitzen und mit dem sie ihre Waben bauen.

    Um Wachs zu erzeugen, brauchen die Arbeiterinnen viel Energie in Form von Honig. Aus winzigen Wachsplättchen kneten sie die sechseckigen Zellen, in denen Brut, Pollen und Honig Platz finden.

    In der Imkerei wird Altwachs eingeschmolzen und zu neuen Mittelwänden verarbeitet – idealerweise im eigenen, geschlossenen Wachskreislauf, um Rückstände zu vermeiden.

    Über die Imkerei hinaus ist Bienenwachs gefragt: für Kerzen, Kosmetik, Holz- und Lederpflege sowie wiederverwendbare Wachstücher.

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  • Nektar

    Nektar ist eine zuckerhaltige Flüssigkeit, die Blüten absondern, um Bestäuber anzulocken. Er ist der Rohstoff, aus dem Bienen Honig machen.

    Sammelbienen saugen den Nektar mit ihrem Rüssel auf und transportieren ihn in der Honigblase zum Stock. Dort geben sie ihn an Stockbienen weiter, die ihn weiterverarbeiten.

    Durch körpereigene Enzyme und das wiederholte Umtragen wird der Zucker im Nektar umgewandelt und Wasser entzogen. Erst wenn der Wassergehalt niedrig genug ist, gilt der Honig als reif und wird im Honigraum verdeckelt.

    Stammt der Nektar überwiegend von einer einzigen Pflanzenart, entsteht ein Sortenhonig. Neben Nektar nutzen Bienen auch Honigtau – die Ausscheidung von Blattläusen – als Honigquelle.

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