Kategorie: Bienenarten

Honigbienen, Wildbienen und die Wesen im Bienenvolk.

  • Carnica

    Die Carnica (Kärntner Biene, Apis mellifera carnica) ist eine Unterart der Honigbiene und die in Deutschland und Österreich am häufigsten gehaltene Rasse.

    Gezüchtet wird die Carnica vor allem wegen ihrer Sanftmut: Sie gilt als ruhig und gut handhabbar – ein großer Vorteil für Einsteiger. Auch ihre Winterfestigkeit und ihr zügiger Frühjahrsstart schätzen viele Imker.

    Ein typisches Merkmal ist der ausgeprägte Schwarmtrieb, den der Imker im Auge behalten muss. Zuchtlinien versuchen, diesen Trieb zu dämpfen.

    Wer mit der Imkerei beginnt, fährt mit einer Carnica meist gut. Wichtiger als die Rasse ist aber, das eigene Volk und seine Königin kennenzulernen.

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  • Wildbiene

    Wildbienen sind alle nicht vom Menschen gehaltenen Bienenarten. Allein in Deutschland gibt es rund 570 Arten – die meisten leben solitär, nicht im Staat.

    Anders als die staatenbildende Honigbiene leben die meisten Wildbienen als Einzelgänger. Jedes Weibchen baut und versorgt sein eigenes Nest, etwa in hohlen Pflanzenstengeln, im Boden oder in Totholz.

    Viele Wildbienen sind hochspezialisierte Bestäuber und für bestimmte Pflanzen unverzichtbar. Bekannte Vertreter sind Hummeln und Mauerbienen.

    Zahlreiche Wildbienenarten sind bedroht – vor allem durch Lebensraumverlust. Wer helfen will, pflanzt heimische Blühpflanzen und lässt Totholz und offene Bodenstellen im Garten stehen.

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  • Arbeiterin

    Arbeiterinnen sind weibliche, nicht fortpflanzungsfähige Bienen und stellen mit Abstand die größte Gruppe im Volk.

    Eine Arbeiterin durchläuft im Lauf ihres Lebens verschiedene Berufe: Zuerst ist sie Putz- und Ammenbiene, dann Baubiene, Wachbiene und schließlich Sammlerin. Diese Reihenfolge nennt man Altersarbeitsteilung.

    Sie erzeugen Bienenwachs, bauen die Waben, pflegen die Brut, verteidigen den Stock und sammeln Nektar, Pollen, Wasser und Harz für Propolis.

    Im Sommer lebt eine Arbeiterin nur wenige Wochen, weil sie sich regelrecht zu Tode arbeitet. Die im Herbst geschlüpften Winterbienen dagegen werden mehrere Monate alt.

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  • Drohne

    Drohnen sind die männlichen Bienen eines Volkes. Ihre einzige Aufgabe ist die Begattung einer jungen Königin.

    Drohnen sind kräftiger und gedrungener als die Arbeiterinnen und haben auffällig große Augen, mit denen sie die Königin im Flug finden. Einen Stachel besitzen sie nicht – sie sind völlig harmlos.

    Sie sammeln weder Nektar noch Pollen und beteiligen sich nicht an der Brutpflege. Dafür werden sie von den Arbeiterinnen mitversorgt.

    Im Herbst, wenn keine Paarung mehr ansteht, werden die Drohnen aus dem Stock gedrängt („Drohnenschlacht“). Das Volk spart so Futter für den Winter.

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  • Königin

    Die Königin (auch Weisel) ist die einzige voll fortpflanzungsfähige Biene im Volk und legt als einzige Eier.

    Eine Königin kann in der Hochsaison bis zu 2.000 Eier pro Tag legen – mehr als ihr eigenes Körpergewicht. Sie ist größer als die Arbeiterinnen und hat einen deutlich längeren Hinterleib.

    Aus einer befruchteten Eizelle wird nur dann eine Königin, wenn die Larve durchgehend mit Gelée Royale gefüttert wird. Diese besondere Ernährung entscheidet über Königin oder Arbeiterin.

    Bei ihrem Hochzeitsflug paart sich die junge Königin mit mehreren Drohnen und speichert deren Samen lebenslang. Fällt die Königin aus oder altert sie, zieht das Volk eine neue heran – oder es gerät in den Schwarmtrieb.

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  • Honigbiene

    Die Honigbiene (Apis mellifera) ist die in Europa bekannteste Bienenart und das einzige Insekt, das vom Menschen für die Honigproduktion gehalten wird.

    Honigbienen leben als Staat von oft mehreren zehntausend Tieren. Ein Volk besteht aus einer Königin, den männlichen Drohnen und den vielen weiblichen Arbeiterinnen.

    Anders als die meisten Wildbienen überwintert die Honigbiene als ganzes Volk. Im Winter bilden die Bienen eine Wärmetraube und halten so die Königin am Leben.

    Für die Landwirtschaft ist die Honigbiene als Bestäuberin von großer Bedeutung – ihr wirtschaftlicher Nutzen übersteigt den Wert des Honigs bei Weitem. In Mitteleuropa wird häufig die Unterart Carnica gehalten.

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