Lindenhonig

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Lindenhonig ist ein Sortenhonig, der überwiegend aus dem Nektar der Linde (Tilia) gewonnen wird. Er gehört neben Akazien- und Waldhonig zu den bekanntesten deutschen Sortenhonigen und ist für sein intensives, frisch-aromatisches Geschmacksprofil mit der typischen mentholig-minzigen Note bekannt. Als Ernte der Hochsommertracht im Juni und Juli zählt er zu den charaktervollsten heimischen Honigen.

Steckbrief Lindenhonig

  • Trachtquelle: Nektar der Linde, oft mit Honigtau-Anteil
  • Erntezeit: Juni/Juli (Sommertracht)
  • Farbe: hellgelb bis grünlich-gelb, mit Honigtau dunkler
  • Geschmack: intensiv, frisch, typisch mentholig-minzig
  • Konsistenz: kristallisiert meist mittelfein
  • Charakter: aromatisch-kräftig, unverwechselbar

Herkunft und Entstehung

Lindenhonig entsteht aus dem Nektar der Lindenblüte, die in Mitteleuropa je nach Art von Mitte Juni bis Anfang Juli erscheint. Sommer-, Winter- und Silberlinde blühen nacheinander, sodass sich die Lindentracht über mehrere Wochen ziehen kann. Eine Besonderheit: Auf Linden tritt häufig zusätzlich Honigtau auf – das zuckerhaltige Ausscheidungssekret von Blattläusen. Je nach Anteil von Blütennektar und Honigtau fällt der Lindenhonig heller und blütiger oder dunkler und kräftiger aus. Weil Stadt- und Alleelinden weit verbreitet sind, ist Lindenhonig auch für Stadtimker eine wichtige Ernte.

Aroma und Eigenschaften

Das prägende Merkmal des Lindenhonigs ist sein intensives, frisches Aroma mit der charakteristischen, leicht mentholig-minzigen und krautigen Note. Er ist damit deutlich kräftiger und aromatischer als milde Sorten wie der Akazienhonig. Farblich reicht er von hellgelb über grünlich-gelb bis zu einem bernsteinfarbenen Ton bei höherem Honigtau-Anteil. Lindenhonig kristallisiert in der Regel mittelfein bis grobkörnig – langsamer als Raps-, aber schneller als Akazienhonig.

Verwendung

Der kräftige, erfrischende Geschmack macht Lindenhonig zu einem beliebten Brotaufstrich für alle, die intensivere Sorten schätzen. Traditionell wird Lindenhonig gern in Verbindung mit der beruhigenden Wirkung der Lindenblüte gesehen und zum Süßen von Tee verwendet – etwa in der kalten Jahreszeit. Wie bei allen Honigen gilt: Solche traditionellen Anwendungen ersetzen keine ärztliche Behandlung, und zum Erhalt der Inhaltsstoffe sollte Honig nicht in kochend heiße Getränke gerührt werden.

Lagerung

Lindenhonig wird wie jeder Honig trocken, dunkel und kühl gelagert. Kristallisiert er, lässt er sich schonend im Wasserbad bei höchstens 40 °C wieder verflüssigen. Bei richtiger Lagerung ist er praktisch unbegrenzt haltbar.

Häufige Fragen zum Lindenhonig

Wie schmeckt Lindenhonig?

Intensiv und frisch-aromatisch mit einer typischen, leicht mentholig-minzigen Note. Er gehört zu den kräftigeren, charakterstarken Sortenhonigen und hebt sich deutlich von milden Sorten ab.

Ist Lindenhonig ein Blüten- oder ein Waldhonig?

Meist überwiegend ein Blütenhonig aus Lindennektar – oft aber mit einem Anteil Honigtau, der ihn dunkler und kräftiger macht. Reine Formen und Mischtypen kommen beide vor.

Welche Farbe hat Lindenhonig?

Von hellgelb über grünlich-gelb bis bernsteinfarben. Je höher der Honigtau-Anteil, desto dunkler fällt er aus.

Wann wird Lindenhonig geerntet?

In der Lindentracht im Juni und Juli. Durch die gestaffelte Blüte von Sommer-, Winter- und Silberlinde zieht sich die Erntezeit über mehrere Wochen.

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