Mittelwand

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Die Mittelwand ist eine dünne, beidseitig geprägte Wachsplatte, die der Imker in die Rähmchen einer Bienenbeute einsetzt, damit die Bienen darauf gleichmäßige und stabile Waben bauen. Sie gibt den sechseckigen Zellgrund vor und erleichtert so eine geordnete Wabenbildung. Mittelwände gehören zu den grundlegenden Hilfsmitteln der modernen Magazinimkerei und haben den Wabenbau erheblich vereinfacht.

Aufbau und Funktion

Eine Mittelwand besteht aus reinem Bienenwachs und ist beidseitig mit dem typischen Sechseckmuster der Wabenzellen geprägt. Dieses Muster bildet den sogenannten Zellboden vor. Die Bienen nehmen die vorgegebene Struktur an und ziehen darauf die Zellwände nach oben und unten aus, bis vollständige Waben entstehen.

Der Imker spannt die Mittelwand meist mithilfe dünner Drähte in das Rähmchen ein, die der Platte zusätzlichen Halt geben. Eingesetzt in die Beute, dient die Mittelwand als Bauplan und Stütze zugleich. Ohne sie würden die Bienen ihre Waben in freier, oft unregelmäßiger Form anlegen, was die Bewirtschaftung erschwert.

Bedeutung für die Imkerei

Mittelwände sorgen für gerade, parallele Waben, die sich gut entnehmen, kontrollieren und wieder einsetzen lassen – die Grundlage der beweglichen Wabe, die die moderne Imkerei prägt. Zudem sparen die Bienen Energie, weil sie nicht die gesamte Wabe aus dem Nichts errichten müssen. Über die Zellgröße der Prägung lässt sich außerdem steuern, ob die Bienen vorwiegend Arbeiterinnenzellen oder größere Drohnenzellen anlegen. Die meisten Mittelwände sind auf die Größe von Arbeiterinnenzellen geprägt.

Herstellung und Wachskreislauf

Mittelwände werden aus eingeschmolzenem Bienenwachs gegossen oder gewalzt und anschließend geprägt. Viele Imker lassen ihr eigenes Wachs – etwa aus alten Waben und Entdeckelungswachs – zu neuen Mittelwänden verarbeiten und schaffen so einen geschlossenen Wachskreislauf. Die Reinheit des Wachses ist dabei von großer Bedeutung: Verunreinigtes oder verfälschtes Wachs kann die Bienengesundheit beeinträchtigen und zu instabilen Waben führen. Daher legen viele Imker Wert auf rückstandsarmes Wachs aus vertrauenswürdiger Quelle und tauschen ältere Waben regelmäßig aus.

Mittelwände und Naturwabenbau

Nicht alle Imker arbeiten mit Mittelwänden. Beim sogenannten Naturwabenbau erhalten die Bienen nur einen schmalen Anfangsstreifen aus Wachs oder gar keine Vorgabe und bauen ihre Waben vollständig selbst. Befürworter sehen darin eine natürlichere Betriebsweise, bei der die Bienen die Zellgrößen selbst bestimmen. Die Arbeit mit Mittelwänden bleibt in der konventionellen Magazinimkerei jedoch weit verbreitet, weil sie gleichmäßige, stabile Waben und eine planbare Bewirtschaftung ermöglicht.

Häufige Fragen zur Mittelwand

Wofür braucht man eine Mittelwand?

Die Mittelwand gibt den Bienen den Zellboden vor, sodass sie gerade, gleichmäßige und stabile Waben bauen. Das erleichtert die Bewirtschaftung und spart den Bienen Bauenergie.

Kann man ohne Mittelwände imkern?

Ja. Beim Naturwabenbau bauen die Bienen ihre Waben ohne oder nur mit einem kleinen Anfangsstreifen selbst. Mittelwände sind aber in der Magazinimkerei weit verbreitet.

Warum ist die Wachsqualität wichtig?

Verunreinigtes oder verfälschtes Wachs kann die Bienengesundheit beeinträchtigen und instabile Waben verursachen. Daher ist rückstandsarmes Wachs aus vertrauenswürdiger Quelle wichtig.

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