Buchweizen

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Der Buchweizen (Fagopyrum esculentum) ist eine alte Kulturpflanze, die als Trachtpflanze einen besonders dunklen, kräftigen Sortenhonig liefert. Trotz seines Namens und seiner mehlliefernden Körner ist Buchweizen kein Getreide und nicht mit der Buche verwandt – er gehört zu den Knöterichgewächsen. Für die Imkerei ist er als spät blühende Tracht und als Lieferant eines außergewöhnlich charaktervollen Honigs interessant.

Botanik und Geschichte

Buchweizen ist eine einjährige, krautige Pflanze mit herz- bis pfeilförmigen Blättern und zahlreichen kleinen weißen bis rosafarbenen Blüten in lockeren Trauben. Die Pflanze stammt ursprünglich aus Zentral- und Ostasien und wurde im Mittelalter in Europa zu einem wichtigen Nahrungsmittel – besonders auf den kargen, sauren Sandböden der Heide- und Moorregionen, wo Getreide schlecht gedieh. Aus den dreikantigen Körnern wird ein glutenfreies Mehl gewonnen, das traditionell für Grütze, Pfannkuchen und Brei verwendet wurde.

Mit der Intensivierung der Landwirtschaft geriet der Buchweizenanbau weitgehend in Vergessenheit, erlebt aber heute als glutenfreies „Pseudogetreide“ und als bienenfreundliche Kultur eine gewisse Renaissance. Er wird zudem als Gründüngung und Zwischenfrucht geschätzt, da er schnell wächst, Unkraut unterdrückt und den Boden verbessert.

Bedeutung als Trachtpflanze

Buchweizen blüht lange und spät – je nach Aussaat über mehrere Wochen im Sommer bis in den Frühherbst. Damit ist er, ähnlich der Phazelie, gut geeignet, um sommerliche Trachtlücken zu schließen. Eine Besonderheit: Buchweizen sondert seinen Nektar vor allem in den Vormittagsstunden reichlich ab, am Nachmittag lässt die Tracht nach – die Bienen konzentrieren ihren Flug entsprechend auf den Morgen.

Wo Buchweizen in größerem Umfang angebaut wird, sind sortenreine Ernten möglich. In Deutschland ist der Anbau jedoch begrenzt, sodass reiner Buchweizenhonig hierzulande eine Rarität ist.

Der Buchweizenhonig

Der Buchweizenhonig ist einer der dunkelsten und kräftigsten Honige überhaupt – ein echtes Charakterprodukt. Er ist tiefdunkelbraun bis fast schwarz und besitzt ein sehr intensives, würzig-malziges, leicht erdiges Aroma, das manche an Malz, dunkles Brot oder sogar einen leicht „ställigen“, herben Ton erinnert. Dieser eigenwillige Geschmack polarisiert: Manche lieben ihn, andere finden ihn gewöhnungsbedürftig.

Dunkle Honige wie der Buchweizenhonig sind besonders reich an Mineralstoffen und Antioxidantien, weshalb ihnen in der Volksheilkunde ein hoher Wert beigemessen wird. In Ländern wie den USA, Kanada und Osteuropa, wo mehr Buchweizen angebaut wird, ist der Honig geschätzt und wird gern für herzhafte Speisen, kräftige Marinaden und zum Backen verwendet.

Buchweizen im Garten

Buchweizen ist eine dankbare und einfach zu kultivierende Pflanze für den bienenfreundlichen Garten. Er wird ab dem späten Frühjahr direkt gesät, keimt rasch und blüht schon nach wenigen Wochen. Als frostempfindliche Pflanze sollte er erst nach den Eisheiligen ausgesät werden. Neben dem Nutzen für Honigbienen ist er auch bei Wildbienen, Hummeln und Schwebfliegen beliebt und damit ein wertvoller Beitrag zur Insektenförderung.

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