Mörtelbiene

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Die Mörtelbienen (Megachile Untergattung Chalicodoma) sind solitäre Wildbienen, die für ihre außergewöhnlich harten, freistehenden Nester aus einer mörtelartigen Masse bekannt sind. Sie sind nah mit den Blattschneiderbienen verwandt, bauen aber statt mit Blättern mit einem selbst hergestellten „Beton“.

Der Mörtelbau

Das namensgebende Merkmal ist die Nestbauweise: Die Weibchen mischen Sandkörnchen und kleine Steinchen mit Speichel zu einer mörtelartigen Masse und errichten damit freistehende, steinharte Brutzellen – oft direkt an besonnten Felsen, Mauern oder Steinen. Nach dem Aushärten sind diese Nester so hart, dass sie kaum von der Unterlage zu lösen sind und Wind und Wetter über Jahre trotzen.

Eine bekannte Art ist die Mauer-Mörtelbiene (Megachile parietina), eine große, dunkle Biene wärmebegünstigter Regionen.

Merkmale und Lebensweise

  • Groß und kräftig, meist dunkel behaart
  • Bauchbürste zum Pollensammeln wie alle Bauchsammlerbienen
  • Wärmeliebend – bevorzugt sonnenexponierte, südliche Lagen
  • Sammelt Pollen bevorzugt an Schmetterlingsblütlern (Hauhechel, Esparsette, Klee)

Mörtelbienen sind in Mitteleuropa überwiegend auf warme, strukturreiche Lebensräume mit offenen Steinflächen und reichem Blütenangebot angewiesen. Viele Arten sind selten und schützenswert.

Siehe auch