Pelzbiene

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Die Pelzbienen (Anthophora) sind eine Gattung kräftiger, dicht behaarter solitärer Wildbienen, die durch ihren gedrungenen Körperbau und ihren schnellen, schwirrenden Flug an kleine Hummeln erinnern. Sie gehören zu den ersten Wildbienen des Jahres und sind wichtige Frühlingsbestäuber.

Merkmale

  • Dichter Pelz – hummelartig dicht behaart, meist braun, grau oder schwarz
  • Gedrungener Körper mit langem Rüssel
  • Schneller, wendiger Flug mit lautem Summen; sie schweben oft kurz vor Blüten in der Luft
  • Lange Beine – bei manchen Arten auffällig behaart

Lebensweise

Die häufigste Art ist die Frühlings-Pelzbiene (Anthophora plumipes), die schon ab März fliegt. Pelzbienen sind überwiegend Bodennister: Sie graben ihre Nester in offene, oft lehmige oder sandige Steilwände, Lösswände und Abbruchkanten. An günstigen Stellen entstehen größere Nistkolonien.

Mit ihrem langen Rüssel sind sie auf tiefe Frühlingsblüten spezialisiert – Lungenkraut, Taubnessel, Beinwell und andere. Manche Arten zeigen ein auffälliges Balzverhalten, bei dem die Männchen den Weibchen mit den behaarten Mittelbeinen über die Augen streichen.

Förderung

Pelzbienen profitieren von offenen Lehm- und Lösswänden (etwa Abbruchkanten, Steilwände, unverfugte Lehmmauern) als Nistplatz und von einem reichen Frühjahrsblütenangebot. Eine Lehmwand im Garten ist eine wirkungsvolle, aber selten gebotene Nisthilfe für diese Bodennister.

Siehe auch