Blattschneiderbiene

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Die Blattschneiderbienen (Megachile) sind eine Gattung solitärer Wildbienen, die für ihre außergewöhnliche Nestbauweise berühmt sind: Sie schneiden mit ihren Kiefern kreisrunde oder ovale Stücke aus Blättern heraus und tapezieren damit ihre Brutzellen. Die charakteristischen halbrunden Ausschnitte an Rosen-, Flieder- oder Geißblattblättern im Garten stammen fast immer von ihnen.

Merkmale

Blattschneiderbienen sind mittelgroße, kräftige Bienen. Ein typisches Merkmal ist die Bauchbürste: Anders als die meisten Bienen sammeln sie Pollen nicht an den Beinen, sondern an einer dichten Haarbürste an der Bauchunterseite, die bei vielen Arten leuchtend gelb oder orange gefärbt ist. Beim Sammeln heben sie oft den Hinterleib charakteristisch an.

Der Blattschnitt

Die Nestbauweise ist faszinierend: Das Weibchen fliegt ein geeignetes Blatt an, schneidet in wenigen Sekunden ein passgenaues Stück heraus und trägt es zum Nest. Dort fügt es die Blattstücke zu fingerhutförmigen Brutzellen zusammen – wie eine kleine, grüne Zigarre. Jede Zelle wird mit Pollen und Nektar gefüllt, mit einem Ei versehen und mit runden Blattstücken verschlossen. Mehrere Zellen werden hintereinander in einem Hohlraum angelegt.

Für die Pflanzen ist dieser Blattschnitt völlig unschädlich – er sieht zwar auffällig aus, schadet Rosen und Sträuchern aber nicht.

Lebensweise und Förderung

Blattschneiderbienen sind Hohlraumnister und nehmen Nisthilfen gern an – Bohrlöcher und hohle Stängel mit etwa 6–8 mm Durchmesser. Sie sind damit nach den Mauerbienen die zweite große Gruppe, die man im Insektenhotel beobachten kann, allerdings später im Jahr (Sommer).

Gefördert werden sie durch Nisthilfen, ein gutes sommerliches Blütenangebot (besonders Schmetterlingsblütler und Korbblütler) und – für den Blattschnitt – durch ungespritzte Sträucher im Garten.

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