Die Italienische Biene (Apis mellifera ligustica), oft kurz Ligustica genannt, ist eine in Italien beheimatete Unterart der Westlichen Honigbiene. Sie ist an ihrer auffälligen goldgelben Färbung erkennbar und gilt als die weltweit am weitesten verbreitete imkerliche Bienenrasse – vor allem in Nordamerika, Australien und vielen anderen Ländern ist sie die Standardbiene.
Merkmale
- Goldgelbe Färbung – charakteristische helle, gelb-braune Hinterleibsringe; manche Linien sind besonders hell („Goldbiene“)
- Sanftmut – ruhiges Verhalten, geringe Stechlust
- Fleißige Sammlerinnen mit guter Brutpflege
- Lange, durchgehende Brutaktivität – sie brütet auch bei Trachtende weiter
- Geringe Schwarmneigung im Vergleich zur Carnica
Eigenschaften in der Praxis
Die Italienische Biene ist beliebt wegen ihrer Sanftmut und ihres schönen Anblicks. Sie hat aber in Mitteleuropa auch Nachteile:
- Hoher Futterverbrauch – durch die lange Bruttätigkeit zehrt sie im Spätsommer und Winter stärker an den Vorräten
- Mäßige Winterhärte – an das mediterrane Klima angepasst, in kalten Wintern Mitteleuropas weniger robust als Carnica oder Dunkle Biene
- Spätes Einstellen der Brut – kann die Varroavermehrung begünstigen
- Neigung zu Verflug und Räuberei
Wegen dieser Eigenschaften ist die Ligustica in Deutschland weniger verbreitet als in wärmeren Ländern. In ihrer Heimat Italien und in subtropischen bis warmgemäßigten Regionen weltweit ist sie dagegen ideal.
Bedeutung für die Zucht
Die Italienische Biene ist eine wichtige Ausgangsrasse für viele Zuchtprogramme. Auch in die Buckfast-Zucht von Bruder Adam floss die Ligustica maßgeblich ein. Ihre Sanftmut und Sammelleistung machen sie zu einem geschätzten Kreuzungspartner.