Nektar

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Nektar ist eine zuckerhaltige Flüssigkeit, die von Pflanzen in besonderen Drüsen, den Nektarien, abgesondert wird. Für Bienen ist er die wichtigste Energiequelle und zugleich der Rohstoff, aus dem Honig entsteht. Pflanzen wiederum nutzen den Nektar als Lockmittel, um Insekten anzuziehen und so ihre Bestäubung zu sichern. Nektar steht damit im Zentrum der Beziehung zwischen Blütenpflanzen und Bienen.

Was Nektar genau ist

Nektar entsteht in den Nektarien, die meist im Inneren der Blüte am Grund der Blütenblätter sitzen. Er besteht überwiegend aus Wasser und verschiedenen Zuckern – vor allem Traubenzucker, Fruchtzucker und Rohrzucker. Der Zuckergehalt schwankt je nach Pflanzenart, Tageszeit und Witterung stark. Daneben enthält Nektar geringe Mengen an Aromastoffen, Mineralstoffen und Enzymen, die später zum typischen Charakter eines Sortenhonigs beitragen.

Warum Pflanzen Nektar bilden

Die Nektarbildung ist kein Zufall, sondern eine Strategie der Pflanze. Mit dem süßen Saft lockt sie Bienen, Hummeln und andere Bestäuber an. Beim Blütenbesuch streift das Insekt Pollen ab und überträgt ihn zur nächsten Blüte – so wird die Pflanze bestäubt und kann Früchte und Samen bilden. Nektar ist also der „Lohn“, den die Pflanze für die Bestäubungsleistung zahlt. Welche Pflanzen besonders viel Nektar liefern, zeigt der Beitrag zur Trachtpflanze.

Wie Bienen Nektar sammeln

Sammelbienen saugen den Nektar mit ihrem Rüssel aus der Blüte und speichern ihn in einer besonderen Erweiterung des Verdauungstrakts, der Honigblase. Schon auf dem Rückflug beginnen Enzyme, den Nektar zu verändern. Im Stock geben die Sammlerinnen den Nektar an jüngere Bienen weiter, die ihn weiterverarbeiten, Wasser entziehen und in den Waben einlagern.

Vom Nektar zum Honig

Aus Nektar wird Honig, indem die Bienen ihm Wasser entziehen und Enzyme zusetzen. Aus dem ursprünglich dünnflüssigen, wasserreichen Nektar entsteht so der dickflüssige, haltbare Honig. Neben Nektar nutzen Bienen auch Honigtau als Rohstoff – die Grundlage für Wald- und Tannenhonig. Wie aus dem Rohstoff fertiger Honig wird, beschreibt ausführlich der Beitrag Wie entsteht Honig auf honig.wiki.

Häufige Fragen zum Nektar

Was ist der Unterschied zwischen Nektar und Honig?

Nektar ist der dünnflüssige, wasserreiche Rohstoff direkt aus der Blüte. Honig entsteht erst, wenn Bienen dem Nektar Wasser entziehen und Enzyme zusetzen – er ist dickflüssig und haltbar.

Was ist der Unterschied zwischen Nektar und Honigtau?

Nektar stammt direkt aus den Blüten der Pflanzen. Honigtau ist dagegen die zuckerhaltige Ausscheidung von Blatt- und Schildläusen und die Grundlage für Wald- und Tannenhonig.

Warum bilden Pflanzen Nektar?

Um Bestäuber anzulocken. Im Gegenzug für den süßen Saft übertragen Bienen und andere Insekten Pollen von Blüte zu Blüte und ermöglichen so die Befruchtung der Pflanze.