Seidenbiene

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Die Seidenbienen (Colletes) sind solitäre Wildbienen, die ihre Brutzellen mit einer selbst produzierten, seidenartig glänzenden und wasserdichten Auskleidung versehen – daher der Name. Diese zellophanartige Membran schützt die Brut vor Feuchtigkeit und Schimmel.

Merkmale

  • Mittelgroß (7–15 mm), meist unauffällig grau-braun behaart mit hellen Hinterleibsbinden
  • Honigbienen-ähnliches Aussehen, aber kräftiger
  • Herzförmig verbreitertes Gesicht – ein Bestimmungsmerkmal der Gattung

Die Seidenauskleidung

Das namensgebende Merkmal: Seidenbienen kleiden ihre Brutzellen mit einem Sekret aus einer speziellen Drüse (Dufour-Drüse) aus, das an der Luft zu einer durchsichtigen, seidigen, wasserabweisenden Folie aushärtet. Diese „Zellophan-Tapete“ schützt den Pollenvorrat und die Larve vor Nässe und Pilzbefall – eine Anpassung, die besonders bodennistenden Arten zugutekommt.

Lebensweise

Die meisten Seidenbienen sind Bodennister und legen ihre Nester in sandigem Boden, Steilwänden oder Erdböschungen an, oft in größeren Aggregationen. Eine bekannte Art ist die Efeu-Seidenbiene (Colletes hederae), die sich auf Efeu als Pollenquelle spezialisiert hat und entsprechend spät im Jahr (September/Oktober) fliegt, wenn der Efeu blüht. Sie hat sich in den letzten Jahrzehnten stark nach Norden ausgebreitet.

Ihre Brutparasiten sind bestimmte Kuckucksbienen der Gattung Epeolus.

Siehe auch