Wollbiene

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Die Wollbienen (Anthidium) sind eine Gattung solitärer Wildbienen aus der Familie der Bauchsammlerbienen. Ihren Namen verdanken sie der Gewohnheit der Weibchen, Pflanzenhaare („Wolle“) von behaarten Pflanzen abzuschaben und damit ihre Brutzellen auszupolstern. Auffällig ist ihre wespenähnliche, gelb-schwarze Zeichnung.

Merkmale

  • Gelb-schwarze Zeichnung – mit kräftigen gelben Flecken auf schwarzem Grund, dadurch wespenähnlich
  • Gedrungener Körper mit gelber Bauchbürste bei den Weibchen
  • Männchen größer als Weibchen – eine Seltenheit im Bienenreich; die Männchen tragen am Hinterleibsende Dornen

Lebensweise

Die häufigste Art ist die Große Wollbiene (Anthidium manicatum). Die Weibchen schaben mit ihren Kiefern die Härchen von filzigen Pflanzen wie Wollziest (Stachys), Königskerze oder Ziest ab und tragen sie als watteartige Kugel zum Nest, wo sie damit ihre Brutzellen in vorhandenen Hohlräumen auspolstern.

Bemerkenswert ist das Revierverhalten der Männchen: Sie besetzen einen blütenreichen Bereich, patrouillieren ihn energisch und vertreiben andere Insekten – sogar Honigbienen und Hummeln – mit Rammstößen. Sie haben dafür Dornen am Hinterleib. Dieses Verhalten ist im Bienenreich ungewöhnlich.

Förderung

Wollbienen nehmen Nisthilfen an. Fördern lässt sich die Wollbiene zusätzlich durch das Anpflanzen ihrer „Wolllieferanten“ (Wollziest, Königskerze) und von Schmetterlingsblütlern als Nahrungsquelle (Hornklee, Ziest, Hauhechel).

Siehe auch