Maikrankheit

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Die Maikrankheit ist eine Stoffwechselstörung junger Honigbienen, die typischerweise im Frühjahr (oft im Mai, daher der Name) auftritt. Sie betrifft vor allem Ammenbienen während einer Phase intensiver Brutpflege und ist keine Infektionskrankheit, sondern eine Folge von Wassermangel bei gleichzeitig hoher Pollenaufnahme.

Ursache

Die Maikrankheit entsteht durch einen Verdauungsstau: In der Phase starker Frühjahrsentwicklung fressen die jungen Ammenbienen große Mengen eiweißreichen Pollen, um Futtersaft für die Brut zu produzieren. Können sie nicht genug Wasser aufnehmen – etwa weil kühles, nasses Wetter den Flug verhindert oder keine Wasserquelle erreichbar ist – verklumpt der Pollen im Enddarm zu einer harten, unverdaulichen Masse. Der Darm wird blockiert.

Symptome

  • Flugunfähige, zitternde Jungbienen vor dem Stock
  • Aufgeblähter, harter Hinterleib
  • Krabbelnde Bienen, die sich nicht mehr fortbewegen können und verenden
  • Auftreten vor allem im Frühjahr bei kühlem Wetter und starker Brutentwicklung
  • Betroffen sind junge Bienen, nicht die alten Flugbienen

Vorbeugung und Abhilfe

Die Maikrankheit ist gut vermeidbar:

  • Wasserquelle bereitstellen – eine flache Tränke mit Aufstiegshilfe (Steine, Moos, Korken) nahe am Stand, besonders wichtig bei kühlem Frühjahrswetter
  • Sonnige, windgeschützte Standorte – damit die Bienen auch an kühlen Tagen Wasser holen können
  • Ausgewogenes Trachtangebot – nicht nur Pollen, auch Nektarquellen in der Nähe
  • Bei akutem Auftreten: verdünnten Honig oder Zuckerwasser reichen, um die Wasserversorgung zu verbessern

In der Regel klingt die Maikrankheit von selbst ab, sobald wärmeres Wetter den Bienen wieder regelmäßige Wasserflüge erlaubt. Schwere Volksschäden sind selten.

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