Ruhig bleiben: Für die meisten Menschen ist ein Bienenstich schmerzhaft, aber harmlos. So versorgst du ihn richtig – und erkennst, wann ärztliche Hilfe nötig ist.
Sofort
Die ersten 60 Sekunden
- Stachel sofort entfernen: seitlich wegkratzen (Fingernagel, Bankkarte) – nicht mit zwei Fingern ziehen, sonst drückst du die Giftblase aus.
- Kühlen: kaltes Wasser oder Kühlpack, immer mit Tuch dazwischen.
- Ringe und enge Kleidung ablegen, bevor die Stelle anschwillt.
- Beobachten: Schwellung, Rötung und Juckreiz sind normal und klingen nach ein bis zwei Tagen ab.
Wann du ärztliche Hilfe brauchst
- Stich in Mund oder Rachen – Erstickungsgefahr durch Schwellung: sofort Notruf 112, Eis lutschen, Hals von außen kühlen.
- Atemnot, Schwindel, Übelkeit, Herzrasen oder Kreislaufprobleme nach dem Stich: Notruf 112 – das können Zeichen einer allergischen Reaktion sein.
- Bekannte Insektengift-Allergie: Notfallset sofort anwenden, danach trotzdem 112.
- Sehr viele Stiche auf einmal oder Stiche bei Säuglingen: ärztlich abklären lassen.
Bei Allergie-Anzeichen zählt jede Minute – im Zweifel immer den Notruf wählen.
Gut zu wissen
Nur die Biene lässt ihren Stachel samt Giftblase in der Haut zurück – deshalb kratzen statt ziehen. Wespen können mehrfach stechen. Honigbienen stechen übrigens nur zur Verteidigung: Wer ruhig bleibt und nicht nach ihnen schlägt, wird fast nie gestochen.