Der Smoker (auch Imkerpfeife oder Rauchbläser) ist ein Gerät, das kühlen Rauch erzeugt, um die Bienen während der Stockarbeit zu beruhigen. Er gehört neben Stockmeißel und Schutzkleidung zur unverzichtbaren Grundausstattung jedes Imkers und macht das Arbeiten am geöffneten Volk deutlich sicherer und entspannter.
Steckbrief Smoker
- Funktion: erzeugt kühlen Rauch zur Beruhigung der Bienen
- Aufbau: Brennkammer mit Blasebalg und Tülle
- Brennmaterial: naturbelassene Stoffe (Buchenspäne, Heu, Jute)
- Wichtig: Rauch muss kühl sein – keine Flammen
- Einsatz: wenige Züge vor und während der Durchsicht
- Material: meist Edelstahl mit Hitzeschutzgitter
Wie der Smoker wirkt
Der Rauch täuscht den Bienen einen Waldbrand vor. Sie füllen daraufhin instinktiv ihre Honigmägen, um für eine mögliche Flucht gerüstet zu sein – satte, vollgesogene Bienen stechen seltener und werden ruhiger. Zusätzlich überdeckt der Rauch die Alarmpheromone, mit denen sich Wächterbienen sonst gegenseitig in Verteidigungsbereitschaft versetzen. Beide Effekte zusammen senken die Stechbereitschaft des Volkes deutlich.
Aufbau
Ein Smoker besteht aus wenigen Teilen: einer Brennkammer aus Metall, in der das Material glimmt, einem Blasebalg, der Luft einbläst und den Rauch aus der Tülle treibt, und häufig einem Hitzeschutzgitter außen herum, das Verbrennungen verhindert. Im Inneren sorgt ein Lochblech-Rost dafür, dass Luft von unten nachströmt und die Glut nicht erstickt.
Brennmaterial
Als Brennmaterial eignen sich naturbelassene Stoffe wie Buchenholz-Späne, Heu, trockenes Gras, Jute, Sackleinen (unbedruckt), Eierkartons aus Pappe oder getrocknete Kräuter. Nicht geeignet sind bedruckte oder beschichtete Materialien, Kunststoffe und behandeltes Holz, da sie schädliche Stoffe freisetzen. Wichtig ist stets kühler Rauch – heißer Rauch oder gar Flammen schaden den Bienen.
Anwendung Schritt für Schritt
- Etwas leicht entzündliches Material (z.B. Papier oder Heu) anzünden und in die Brennkammer geben.
- Mit dem Blasebalg Luft zufächeln, bis es gut glimmt, dann festeres Material nachlegen.
- So lange pumpen, bis dichter, kühler Rauch entsteht – kurz auf die Handinnenseite prüfen: er darf nicht heiß sein.
- Vor dem Öffnen der Beute einige Züge ins Flugloch und unter den Deckel geben.
- Während der Arbeit nur gelegentlich und sparsam nachrauchen.
Wer mit Smoker und Imkeranzug arbeitet, kann auch als Anfänger ruhig am Volk hantieren.
Sicherheit
Der Smoker wird außen sehr heiß – nur am Blasebalg oder Hitzeschutzgitter anfassen. Nach Gebrauch sicher ablöschen oder luftdicht verschließen, damit die Glut erstickt; nie glimmend unbeaufsichtigt lassen, besonders in trockenen Sommern (Brandgefahr). Sparsam einsetzen: Zu viel Rauch treibt die Bienen in die Waben, stresst das Volk und kann das Honigaroma beeinträchtigen.
🐝 Empfohlene Ausrüstung: Smoker
Ein gut ziehender Smoker mit Hitzeschutzgitter macht die Stockarbeit entspannt. Robuste Modelle findest du im Shop.
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Häufige Fragen zum Smoker
Warum beruhigt Rauch die Bienen?
Der Rauch täuscht einen Brand vor, sodass die Bienen Honig aufnehmen und friedlicher werden. Zugleich überdeckt er die Alarmpheromone, mit denen sich die Wächterbienen sonst zur Verteidigung aufrufen.
Was nimmt man als Brennmaterial für den Smoker?
Naturbelassene Stoffe wie Buchenspäne, Heu, trockenes Gras, Jute oder unbedruckte Pappe. Keine bedruckten, beschichteten oder kunststoffhaltigen Materialien.
Schadet der Rauch den Bienen oder dem Honig?
Kühler Rauch in Maßen schadet nicht. Heißer Rauch oder zu häufiges, starkes Rauchen stresst die Bienen und kann das Honigaroma beeinträchtigen – deshalb sparsam einsetzen.
Wie halte ich den Smoker am Glimmen?
Genügend Material einfüllen, gut verdichten und regelmäßig mit dem Blasebalg Luft zugeben. Ein voll gepackter Smoker glimmt so über die gesamte Durchsicht hinweg.