Liste von Imkern und Bienenforschern

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Die Liste von Imkern und Bienenforschern listet Personen auf, die direkt oder indirekt einen wesentlichen Beitrag zur Imkerei oder zum Wissen um die Honigbiene geleistet haben. Bekannte Bienenforscher und Imker finden sich auch unter Geschichte der Imkerei.

Geboren bis 1799

Name (Lebensdaten) Forschungsgebiet
Charles Butler
* 1560
† 29. März 1647
Butler war ein englischer Logiker, Grammatiker und Imker. Er beobachtete, dass Bienen Wachs produzieren, dass in Stämmen ohne Königin die Arbeitsbienen Eier legten und dass der Drohn männlich ist. Von ihm stammt die erste Beschreibung der Wirkung eines Alarmpheromons. Er trägt in England den Beinamen Father of English Beekeeping.
Reaumur 1683-1757.jpg René-Antoine Ferchault de Réaumur
* 28. Februar 1683 in La Rochelle
† 17. Oktober 1757 auf Château de la Bermondière in Bermondière
Seigneur de Reaumur war ein französischer Naturforscher und Gelehrter. Er verfasste ein zwölf-bändiges Werk über Insekten und ist Autor des Buches Physikalisch-ökonomische Geschichte der Bienen, das 1759 in deutscher Übersetzung erschien. Um die Bienen besser erforschen zu können, konstruierte er gläserne Bienen-Beobachtungsstöcke. Dabei erkannte er, dass die Bienenkönigin nicht die Regentin, sondern die Mutter des Bienenvolkes ist.
Johann Ernst Spitzner
* 27. April 1731 in Oberalbertsdorf
† 31. August 1805 in Trebitz
Spitzner war ein deutscher evangelischer Theologe, Ökonom und Bienenzüchter. Er veröffentlichte eine Schrift zur Vermehrung der Bienenvölker durch Schwarmableger und zur Haltung der Bienen in einzeln stehenden Körben. Er war ein Gegner der Magazinbienenpflege.
Anton Janša 1973 Yugoslavia stamp.jpg Anton Janša
* 20. Mai 1734 in Bresniza
† 13. September 1773 in Wien
Janša war ein slowenischer Hofimkermeister von Maria Theresia und Leiter der Schule zur Förderung der Bienenzucht. Er entdeckte die im Bulbus-Abschnitt liegenden verdickten Chitinplatten, die bei der Weisel während der Paarung ausgestoßen werden. Er wies nach, dass die Bienenkönigin beim Hochzeitsflug von mehreren Drohnen in der Luft begattet wird und betrieb die sogenannte Drohnenzucht. Er stellte fest, dass der Vorschwarm mit der alten Königin den Stock verlässt. Ferner erfand er die erste Zargenbetriebsweise und entwickelte den Krainer Bauernstock.
80px Johann Ludwig Christ
* 18. Oktober 1739 in Öhringen
† 19. November 1813 in Kronberg im Taunus
Christ war ein deutscher Pfarrer, Pomologe und Bienenkundler. Er verfasste mehrere bienenkundliche Bücher, darunter die 1783 erschienene Anweisung zur nützlichen und angenehmen Bienenzucht für alle Gegenden.
Jonas de Gélieu
* 21. August 1740 in Les Bayards
† 17. Oktober 1827 in Colombier NE
de Gélieu war ein Schweizer Pfarrer und Bienenzüchter.
80px François Huber
* 2. Juli 1750 in Genf
† 22. Dezember 1831 in Lausanne
Huber war ein Schweizer Bienenkundler. Er widmete sich der Erforschung der Lebensverhältnisse der Bienen. Seine Erkenntnisse veröffentlichte er 1792 in dem Buch Nouvelles observations sur les abeilles. In seiner Heimat wurde er Bienen-Huber (Huber des abeilles) genannt.
Johann Klör.png Johann Klör
* 16. April 1751 in Leutershausen, Hohenroth
† 18. März 1818 in Würzburg
„Bienenvater“

Geboren von 1800 bis 1899

Name (Lebensdaten) Forschungsgebiet
Georg Kleine.jpg Georg Kleine
* 1803
† 1894
Kleine war ein deutscher Pfarrer und Imker.
Quinby.gif Moses Quinby
* 1810
† 1875
Quinby war ein US-amerikanischer Imker.
Lorenzo Langstroth.jpg Lorenzo Langstroth
* 25. Dezember 1810 in Philadelphia
† 6. Oktober 1895 in Dayton (Ohio)
Langstroh war ein US-amerikanischer Pastor und Imker. Er widmete sich der Weiterentwicklung des Beutenbaus und entdeckte 1851 den Bienenabstand von 8-10 mm als die Distanz, die von Bienen nicht mehr mit Wachs überbaut wird. 1853 stellte er das Langstroth-Beutensystem, einen modularen Beutentyp vor, der als Urform der modernen Magazinbeute gilt.
Dzierzon.jpg Johann Dzierzon
* 16. Januar 1811 in Lowkowitz
† 26. Oktober 1906 ebenda
Dzierzon war ein schlesischer Pfarrer und Imker. Er war der erste Imker, der bewegliche Holzleisten verwendete. 1835 entdeckte er die eingeschlechtliche Fortpflanzung (Parthenogenese) bei Bienen. Eine bedeutende moderne Auszeichnung für Imker ist die Dr. Johannes Dzierzon-Medaille.
William Cotton 1.jpg William Charles Cotton
* 30. Januar 1813 in Leytonstone, Essex
† 22. Juni 1879 in Chiswick, London
Cotton war ein britischer Missionar und Bienenkundler.
Hruschka.gif Francesco De Hruschka
* 1813
† 1888
De Hruschka war ein ungarischer Offizier und Erfinder der Honigschleuder. 1865 stellte er das Gerät bei einer Wanderversammlung der Imker in Brünn unter seinem Firmennamen Angelo Lessane vor. In modernen Bienenbüchern finden sich nur noch selten Informationen über De Hruschka.
August Pollmann
* 15. November 1813 in Alsdorf an der Sieg
† 17. Mai 1898 in Bonn
Pollmann war ein deutscher Musiklehrer, Bienenkundler und Lehrer für Agrikultur. Er hielt Vorlesungen über Bienenzucht an der Königlich Preußischen Landwirtschaftlichen Lehranstalt Bonn-Poppelsdorf. Er ist der Erfinder des Bienenkabinetts, sowie des Bienenherbariums und der Erstbeschreiber der Bienenrassen Apis mellifera carnica, Apis mellifera cypria und Apis mellifera caucasica.
Mehring.jpg Johannes Mehring
* 1815 in Kleinniedesheim
† 1878 in Frankenthal
Mehring war ein deutscher Imker. Er ist der Autor des 1869 erschienenen Buches Das neue Einwesensystem als Grundlage der Bienenzucht oder Wie der rationelle Imker den höchsten Ertrag von seinen Bienen erzielt. Er prägte darin den Begriff des Bien, womit er die erste Definition eines Superorganismus lieferte und die theoretische Grundlage für die rationelle Imkerei legte.
Baron August von Berlepsch.png August von Berlepsch
* 28. Juni 1815 in Seebach (Weinbergen)
† 17. September 1877 in München
von Berlepsch war ein deutscher Bienenforscher. Er ist der Erfinder der beweglichen eckigen Wabenrähmchen. Er förderte die Verbreitung von Lehrbienenständen und die Wanderung mit Bienen.
Charles Dadant.jpg Charles Dadant
* 20. Mai 1817 in Vaux-sous-Aubigny
† 26. Juli 1902 in Hamilton, Illinois
Dadant war ein französischer Imker, der nach Amerika auswanderte. Er übersetzte Lorenzo Langstroths Werk The hive and the honey-bee ins Französische und gab das American Bee Journal heraus. Mit Dadant and Sons gründete eines der weltweit ersten Unternehmen für Imkerei-Werkzeuge.
Johann Georg Beringer.png Johann Georg Beringer
* 1819 in Königstein
† 1919 in Tutzing
„Tutzinger Bienenvater“, Vorsitzender und Wanderlehrer des bayerischen Imkervereins
Sebastian Kneipp.jpg Sebastian Kneipp
* 17. Mai 1821 in Stephansried
† 17. Juni 1897 in Wörishofen
Kneipp war ein deutscher Pfarrer und Hydrotherapeut. Er war Imker und beschäftigte sich mit der Züchtung von Bienenrassen. Außerdem bildete er zahlreiche junge Imker aus und war als der Schwäbische Bienenvater bekannt.
Gregor Mendel Monk.jpg Gregor Mendel
* 20. Juli 1822 in Heinzendorf/Mähren
† 6. Januar 1884 in Brünn
Mendel war ein Augustinermönch und Priester. Er begründete durch Versuche mit Erbsen die moderne Vererbungslehre. Seit 1869 versuchte er, seine Erkenntnisse auch auf die Biologie der Honigbiene zu übertragen, was aber wegen der Mehrfachpaarung bei Bienen nur teilweise gelang.
Dr. C. C. Miller.jpg Charles C. Miller
* 1831
† 1920
Miller war ein US-amerikanischer Arzt und Imker.
Wilhelm busch.png Wilhelm Busch
* 15. April 1832 in Wiedensahl
† 9. Januar 1908 in Mechtshausen
Busch war ein deutscher humoristischer Dichter und Zeichner. Über seinen Onkel Georg Kleine kam Wilhelm Busch in Kontakt mit der Imkerei. Er veröffentlichte Abhandlungen über Bienen im Bienenwirtschaftlichen Centralblatt. In der Bildergeschichte Schnurrdiburr oder Die Bienen zeigte er die Arbeitsteilung im Bienenstock, die Aufzucht der Brut, das Schwärmen und die Abwehr von Feinden des Bienenstocks.
George Layens.jpg Georges de Layens
* 1834
† 1897
de Layens war ein französischer Botaniker und Bienenkundler.
WB Carr.jpg William Broughton Carr
* 1837
† 1909
Broughton war ein britischer Autor und Imker. Er entwickelte eine in der britischen Imkerei über lange Zeit verbreitete doppelwandige Beute.[1]
Amos Root
* 1839
† 1923
Root war ein US-amerikanischer Imker.
Albert John Cook 1842-1916.jpg Albert John Cook
* 1842
† 1916
Cook war ein US-amerikanischer Zoologe und Bienenkundler.
Robert Holekamp.jpg Robert A. Holekamp
* 1848
† 1922
Holekamp war ein US-amerikanischer Unternehmer und Bienenkundler.
Max Kuntzsch.jpg Max Kuntzsch
* 16. Februar 1851 in Gohlis
† 20. November 1919 in Nowawes
Kuntzsch war ein deutscher Imker und Bienenforscher. Er entwickelte die Kuntzsch-Zwillingsbeute und normierte ein Wabenmaß (Kuntzsch-Breitwabe). Er ist Autor des Ratgeberbuches Imkerfragen und Konstrukteur der Kuntzsch-Wabenzange.
Ferdinand Dickel
* 22. Mai 1854 in Michelbach
† 27. Juli 1917 in Darmstadt
Dickel war ein deutscher Lehrer und Insektenkundler. Er übernahm die Imkerei seines Vaters. Er war ein Gegner der Theorie zur Parthenogenese und verfasste eine eigene Theorie zur Geschlechtsbildung. Er war Redakteur der Bienenzeitung und der hessischen Zeitschrift Die Biene.
JMRoth.jpg Johann Martin Roth
* 16. April 1856 in Philippsburg
† 17. Februar 1937 in Karlsruhe
1891 öffnete die "erste staatlich anerkannte, unter staatlicher Mitwirkung errichtete und unter staatlicher Aufsicht stehende Anstalt für Bienenzucht in Deutschland" ihre Pforten in Eberbach unter der Leitung von Johann Martin Roth. 1893 veröffentlichte J. M. Roth sein Lehrbuch BADISCHE IMKERSCHULE Leitfaden für den bienenwirtschaftlichen Unterricht bei Imkerkursen, das bis heute in weiten Teilen Gültigkeit hat. Darin beschrieb Roth bereits die Einheitswerbung, Einheitsetikett und Einheitsglas sowie die Imkerversicherung.[2]
Hugo von Buttel-Reepen
* 12. Februar 1860 in Bremen
† 7. November 1933 in Oldenburg
von Buttel-Reepen war ein deutscher Zoologe und Bienenkundler.
Ferdinand Gerstung.jpg Ferdinand Gerstung
* 6. März 1860 in Vacha
† 5. März 1925 in Oßmannstedt
Gerstung war ein deutscher Imker. Er gründete mit August Ludwig den Deutschen Reichsverein für Bienenzucht, einen der Vorläufer Deutschen Imkerbundes. Auf seine Anregung hin wurde 1907 das Deutsche Reichs-Bienenzuchtmuseum des Deutschen Imkerbundes in Weimar gegründet.
Heinrich Friese
* 4. Mai 1860 in Schwerin
† 8. September 1948 ebenda
Friese war ein deutscher Orgelbauer, Zoologe und Insektenkundler. Er ist der Verfasser des sechsbändigen Werkes Die Bienen Europas. Die Bienengattung Eufriesea wurde ihm zu Ehren benannt.
Heinrich Freudenstein
* 1. Februar 1863 Maden, Kreis Fritzlar
† 15. Februar 1935 in Marburg
Freudenstein war ein deutscher Volksschullehrer und Imker. Er erkannte, dass Bienen auf Zucker besser als auf Honig überwintern und setzte sich für die Verbreitung dieser Methode ein. Er gab ab 1902 die eigene Zeitschrift Neue Bienenzeitung heraus. Sein „Lehrbuch der Bienenzucht“ erschien in 6 Auflagen. Nach ihm wurde ein Rähmchenmaß, das Freudenstein-Rähmchen, benannt.
Detlef Breiholz
* 24. Oktober 1864 in Vaasbüttel
† 1. Dezember 1929 in Neumünster
Breiholz war ein deutscher Lehrer und Imker. Er gründete 1907 die erste deutsche Imkerschule in Preetz. Er war Redakteur Schleswig-Holsteinischen Bienenzeitung, Vorsitzender des Preußischen Imkerbundes und später Leiter der Vereinigung der Deutschen Imkerverbände. Er setzte sich für eine einheitliche Verpackung des Honigs ein.
August Ludwig
* 1867
† 1951
Ludwig war ein deutscher Pfarrer und Imker. Er gründete und leitete den Lehrbienenstand der Universität Jena. Er war Schriftleiter der von L. Gerstung gegründete Zeitschrift Die Deutsche Bienenzucht in Theorie und Praxis.
Émile Warré
* 9. März 1867 in Grébault-Mesnil
† 20. April 1951 in Tours
Warré war ein französischer Geistlicher und Imker. Er entwickelte und vertrieb die Ruche populair (Volksbeute). Den Bau und Betriebsweise dieser Beute beschreibt er in seinem in zwölf Auflagen erschienenen Buch L’apiculture pour tous (Bienenhaltung für alle).
Carl Rehs
* 28. April 1867 in Lägs
† 2. Oktober 1945 in Königsberg
Rehs war ein deutscher Lehrer, Autor und Imker. Er war Mitglied im Wirtschaftsausschuss des Deutschen Imkerbundes und Leiter des Ostpreußischen Imkerverbandes. Er war über 25 Jahre lang Erster Schriftleiter der Preußischen Bienen-Zeitung und gründete die Imkerschule in Korschen.
Pfarrer Johannes Aisch.jpg Wilhelm August Johannes Aisch
* 19. März 1871 in Müllrose, Brandenburg
† 6. Mai 1939 in Frankfurt am Main
Aisch war Pfarrer und Imker. Er führte die Verbindung des Imkerbundes mit der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft herbei und war Geschäftsführer der Wanderversammlung deutsch-österreichisch-ungarischer Bienenwirte.
Guido Sklenar
* 15. Juni 1871 in Albona
† 25. Mai 1953 in Mistelbach
Sklenar war ein österreichischer Lehrer und Imker. Unter den von ihm betreuten Bienenvölkern erkannte er das Volk 47 als besonders ruhig und ertragsstark und züchtete aus diesem die Carnica-Linie. Ab 1919 wurde er Züchter und gründete 1921 die Österreichische-Königinnenzüchter-Vereinigung, deren Mitteilungsblatt, das Bienenmütterchen von ihm herausgegeben wurde. 1923 veröffentlichte er sein Hauptwerk Imkerpraxis, das noch heute als Standardlehrbuch gilt.
Enoch Zander
* 19. Juni 1873 in Zirzow
† 15. Juni 1957 in Erlangen
Zander war ein deutscher Zoologe und Bienenkundler. Er war Professor und Direktor der Königlichen Anstalt für Bienenzucht in Bayern, der späteren Staatlichen Anstalt für Bienenzucht. Er konstruierte zusammen mit Johann Merz die Zander-Beute und leistete wesentliche Beiträge zur Geschlechtsbestimmung der Bienen. 1909 entdeckte er den Erreger der Nosemose, der nach ihm Nosema apis Zander benannt wurde. Er entwickelte ein Verfahren zur Weiselzucht und führte die Königinnenzucht in Deutschland ein. Er erforschte die Bestimmung der Herkunft von Honig durch Pollenanalyse.
Leopold Gombocz, Bild von 1898-2.jpg Leopold Gombocz
* 1875 in Károlyfa
† 1943 in Laafeld, Steiermark
Gombocz war ein österreichisch-ungarischer Großimker. Er gilt als Pionier der Bienenwanderung per Eisenbahn sowie als einer der Wegbereiter der künstlichen Vermehrung von Bienenvölkern.
Karl Pinkpank
* 22. Januar 1884
† nach 1947
Pinkpank war deutscher Politiker und Imker. Er war Geschäftsführer des Imker-Landesverbandes Mecklenburg, ab 1926 war er Pressereferent des Deutschen Imkerbundes. Er verfasste Texte in niederdeutscher Sprache für die Zeitschrift Uns' Imme.
Ludwig Armbruster 1956.jpg Ludwig Armbruster
* 7. September 1886 in Markdorf
† 4. Juni 1973 in Lindau (Bodensee)
Armbruster war ein deutscher Priester, Zoologe und Bienenkundler. Er war ab 1923 Direktor des Institutes für Bienenkunde (IfB) der Universität Berlin, wurde als „Judenfreund“ aber 1934 entlassen. Er war Herausgeber der Zeitschrift Archiv für Bienenkunde und ist der Autor des Standardwerkes Bienenzüchtungskunde. Er richtete in Berlin die erste Honigprüfstelle ein.
Karl von Frisch
* 20. November 1886 in Wien
† 12. Juni 1982 in München
von Frisch war ein deutscher Zoologe und Verhaltensforscher. Er entdeckte den Geruchssinn der Bienen und erforschte deren Orientierungsvermögen. Er entschlüsselte den Schwänzeltanz. Für seine Verhaltensforschungen wurde er 1973 zusammen mit Konrad Lorenz und Nikolaas Tinbergen mit dem Nobelpreis ausgezeichnet.
Jonas Kriščiūnas
* 5. Januar 1888 in Stebuliškės, Russland
† 2. Juli 1973 in Kaunas
Kriščiūnas war ein sowjetisch-litauischer Agronom, Imker und Politiker.
Georg Statz
* 1894
† 1945
Statz war ein deutscher Zoologe und Bienenkundler.
Walter T. Kelley
* 1897
† 1986
Kelley war ein US-amerikanischer Bienenkundler und Unternehmer.
Bruder Adam ScAD0009.jpg Bruder Adam
* 3. August 1898 in Mittelbiberach
† 1. September 1996 in Buckfast Abbey, Devon
Br. Adam Kehrle OSB war ein deutscher Imker und benediktinischer Mönch. Er züchtete die Buckfastbiene.
W. W. Alpatow
* 1898
† 1979
Alpatow war ein russischer Zoologe und Bienenkundler.

Geboren ab 1900

Name (Lebensdaten) Forschungsgebiet
Anna Maurizio
* 1900
Maurizio war eine Schweizer Bienenforscherin. Über drei Jahrzehnte arbeitete sie in der Bienenabteilung der Eidgenössischen Milchwirtschaftlichen und Bakteriologischen Anstalt Liebefeld.
Friedrich Karl Böttcher
* 1910
Böttcher ist ein deutscher Imker und war Leiter der Bayrischen Landesanstalt für Bienenzucht.
Eva crane.jpg Eva Crane
* 12. Juni 1912 in London
† 6. September 2007 in Slough
Crane war eine britische Physikerin und Autorin. Sie publizierte mehr als 180 wissenschaftliche Aufsätze und Bücher über Bienen und Bienenhaltung, darunter die enzyklopädischen Werke Bees and Beekeeping: science, practice and world resources (1990) und The World History of Beekeeping and Honey Hunting (1999). Sie war Gründungsmitglied und Direktorin der International Bee Research Association (IBRA).
Friedrich Ruttner
* 1915
† 1998
Ruttner war ein deutscher Biologe und Imker. Er verfasste das bienenkundliche Standardwerk Naturgeschichte der Honigbienen.
Karl Pfefferle
* 29. März 1918 in Münstertal/Baden
† 24. Oktober 2009 in Münstertal
Pfefferle war ein deutscher Bienenzuchtberater und Autor. Er gilt als Pionier der Magazinimkerei. Sein Werk Unser Imkern mit dem Magazin erhielt 1979 und 1983 Goldmedaillen bei der APIMONDIA. Pfefferle war Hauptinitiator und Motor des Bienenkundemuseums Münstertal. 1987 wurde er als bisher einziger deutscher Praktiker Ehrenmitglied der Weltorganisation APIMONDIA.
Ted Hooper
* 21. September 1918
† 19. März 2010
Hooper war ein britischer Imker und Mitautor von The Illustrated Encyclopedia of Beekeeping.
Martin Lindauer
* 19. Dezember 1918 in Wäldle
† 13. November 2008 in München
Lindauer war ein deutscher Verhaltensforscher. Er war Schüler von Karl von Frisch und setzte dessen Forschungen zur Verhaltensbiologie der Bienen fort. Er erforschte die Verständigungsmethoden der Bienen bei der Nahrungs- und Wohnungssuche, die Arbeitsteilung im Bienenstaat, die Temperaturregulierung im Bienenstock und die Orientierung sowie die Formen- und Duftwahrnehmung der Bienen und ihr Lernvermögen und Gedächtnis.
Hans Ruttner
* 1919
† 1979
Ruttner war ein deutscher Imker und Direktor der Bundesanstalt für Bienenkunde.
Warwick Kerr
* 9. September 1922 in Santana do Parnaíba, São Paulo
Kerr ist ein brasilianischer Agraringenieur, Genetiker und Insektenkundler. Er forschte auf dem Gebiet der genotypischen Geschlechtsbestimmung bei Bienen und ist für die Verbreitung der Afrikanisierten Honigbiene, einer Hybriden europäischer und afrikanischer Honigbienen, verantwortlich.
Karl Weiß
* 1924
Weiß ist ein deutscher Insektenkundler und Imker.
Randolf Menzel
* 7. Juni 1940 in Marienbad
Menzel ist ein Bienenforscher an der Universität Berlin. Er untersuchte die kognitiven Fähigkeiten von Honigbienen und unterschied dabei zwischen Kurzzeit-, Mittelzeit- und zwei Formen des Langzeitgedächtnisses.
Wolfgang Ritter
* 1948
Ritter ist ein deutscher Biologe. Er promovierte über die Thermoregulation des Bienenvolkes und forscht über Bienenpathologie, insbesondere die Varroatose.
LiebigGerhard.jpg Gerhard Liebig
* 17. Dezember 1948 in Kelsterbach
Liebig ist ein deutscher Agrarwissenschaftler und Bienenkundler. Als wissenschaftlicher Mitarbeiter der Landesanstalt für Bienenkunde der Universität Hohenheim untersuchte er die Populationsdynamik von bienenwirtschaftlich wichtigen Honigtauerzeugern und Befallsentwicklung der Varroamilbe Varroa destructor. Er baute einen Trachtmeldedienst in Baden-Württemberg zur Beobachtung und Prognose der Wald- und Tannentracht auf.
80px Jürgen Tautz
* 6. Oktober 1949 in Heppenheim
Tautz ist ein deutscher Verhaltensforscher, Soziobiologe und Bienenexperte. Er ist Gründungsvorsitzender des Vereins Bienenforschung Würzburg e.V. und entwickelte und leitet das interdisziplinäre Projekt HOneyBee Online Studies (HOBOS), eine internetbasierte Lehr- und Lernplattform, die Zugang zu Messdaten aus einem Bienenvolk bietet.
Friedrich Pohl
* 1963
Pohl promovierte über die Varroamilbe bei der Honigbiene. Er verfasste mehrere Fachbücher und ist beim staatlichen Veterinäramt in Bremen zuständig für Bienenhaltung.

Einzelnachweise