Bestäubungsleistung

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Bestäubungsleistung gibt in der Landwirtschaft an, welchen Anteil biotische und abiotische Umweltfaktoren (Insekten, Sonne, Wind und Wasser) an der Blütenbestäubung bzw. Befruchtung haben. Voraussetzung für eine gute Bestäubung ist das passende Wetter während der Blüte, sowohl für die Windbestäubung als auch Insektenbestäubung günstig.

Bestäubung durch Wind

Alle fremdbestäubenden Getreidearten sind Windbestäuber deren Bestäubung am besten bei trockenem Wetter mit ausreichendem Wind gelingt. Im Notfall kann mit Windmaschinen, Hubschraubern oder Drohnen unterstützend nachgeholfen werden.

Bestäubung durch Insekten

Der Begriff Bestäubung wird meistens mit Imkerei und Insekten in Verbindung gebracht. Im kommerziellen Landbau führt eine hohe Bestäubungsleistung der entweder natürlich vorhandenen oder der künstlich z. B. durch Imker eingebrachten Bestäuber zu höheren Erträgen, sofern die Bestäubung für den Ertrag relevant ist und die Bestäuber das vorhandene Angebot an Blüten nutzen können. Einige Bestäuber sind auf bestimmte Arten und Formen von Blüten spezialisiert.

Zu berücksichtigen sind auch das Flugverhalten in Abhängigkeit von Wetter und weiteren Umwelteinflüssen. Die Bestäubungsleistung an sich gibt keine Auskunft darüber, wie viel Honigertrag z. B. nektarsammelnde Insekten erwirtschaften. Sie gibt im Zusammenhang mit bestäubenden Insekten vielmehr Auskunft darüber, wie viele Blüten durch ein Insekt oder eine Gruppe von Insekten (z. B. ein Bienenvolk) in einem bestimmten Zeitraum angeflogen und dabei bestäubt werden. Eine Biene, die den Bienenstock selten oder nie verlässt hat natürlich keine Bestäubungsleistung, die Biene dieses Volkes an sich erbringt aber in der Gruppe eine Bestäubungsleistung, mit deren Hilfe sich die verschiedenen Arten vergleichen lassen.

Bestäubungsleistung von Honigbienen

Eine neuere Studie belegt, dass die Honigbiene auch in der Landwirtschaft keine überragende Stellung für die Bestäubung innehat.[1][2]

Bedeutsam für den Naturhaushalt ist das Gleichgewicht zwischen Wildbienen und Honigbienen und damit bei einer intakten Biodiversität.[3] Eine Honigbiene bestäubt 200-300 Blüten pro Flug.[4]

Bestäubungsleistung von Wildbienen

Wildbienen bestäuben besser als Honigbienen, da sie bereits bei niedrigeren Temperaturen fliegen und sich nicht so weit von ihren Nestern entfernen. Eine Wildbiene kann pro Tag bis zu 5000 Blüten bestäuben.[5] Aufgrund des Körpergewichtes einer Hummel muss diese besonders energiesparend fliegen und fliegt deshalb Blüten in relativ kurzen Abständen an. Hummeln fliegen Blüten im gleichen Zeitraum 3- bis 5-mal häufiger an als Honigbienen.[6]

Einzelnachweise