Aspergillus flavus

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Aspergillus flavus

Aspergillus flavus (auch Penicillium rubrum) ist ein Schimmelpilz der Gattung Aspergillus. Aspergillus flavus wurde als Ursache für den „Fluch des Pharao“ diskutiert.

Vorkommen

A. flavus verbreitet sich weltweit in der Luft und im Boden. Er bildet hauptsächlich Kolonien auf fett- und stärkehaltigen Samen wie beispielsweise Erdnüsse, Baumwollsamen, Mais, Getreide oder Pistazien.[1] Über diese gelangen der Pilz und die vom Pilz produzierten Nebenprodukte in die menschliche Nahrungskette.

Nebenprodukte

Die wichtigsten letalen Nebenprodukte des Pilzes sind die Mykotoxine Aflatoxine B1 und B2. Die Menge der Aflatoxine, die von A. flavus produziert werden, hängt von äußeren Faktoren wie Temperatur und Luftfeuchtigkeit ab.[2] Die Produktion der Aflatoxine hat beispielsweise bei 20 °C ihr Maximum, während sie bei 9 °C relativ gering ist. Manche Stämme von A. flavus produzieren das Antibiotikum Aspergillsäure.

Wirkung

Aflatoxine haben eine starke karzinogene Wirkung. Der Pilz selbst kann im Körper schwache Organe schädigen, was zur Folge hat, dass es bei durch Aspergillus flavus verursachten Erkrankungen (Aspergillose) viele verschiedene Todesursachen gibt, wie Nierenbluten, Krebs oder Herzversagen. Das Aflatoxin B akkumuliert in der Leber und ist der Auslöser des kleinzelligen Leberzellkarzinoms, welches in Afrika (aufgrund der schlechten Hygieneverhältnisse) das am häufigsten auftretende Karzinom ist.

A. flavus kann bei Tieren Krankheiten auslösen, wenn auch seltener als A. fumigatus. Bei Bienen führt A. flavuszu Steinbrut, bei Vögeln kann der Pilz eine Aspergillose, bei Hunden eine sinunasale Aspergillose hervorrufen.


Einzelnachweise

  1. L. Roth, H. Frank, K. Kormann: Giftpilze. Pilzgifte. Schimmelpilze. Mykotoxine. Vorkommen, Inhaltsstoffe, Pilzallergien. ecomed, Landsberg am Lech 1990, ISBN 3-609-64730-2.
  2. U. L. Diener, R. J. Cole, T. H. Sansders, G. A. Payne, L. S. Lee, M. A. Klich: Epidemiology of Aflatoxin Formation by Aspergillus Flavus*. In: Ann. Rev. Pythopathol. 25, 1987, S. 249–270.